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Referatsvorbereitung im Zeitalter der Informationsgesellschaft Zwei Herausforderungen, die es zu meistern gilt...
Herausforderung 1 - Informationen aufbereiten und vermitteln In der heutigen Zeit sind Informationen, vor allem aber Fachinformationen fast überall und für jedermann verfügbar. Elektronische Medien, Datenbanken und das weltumspannende Internet gewähren Zugang auch zu Spezialwissen, das vor wenigen Jahren nur geschlossenen Benutzergruppen zugänglich war. Umso wichtiger ist daher inzwischen die Fähigkeit, aus einem Informationsüberangebot die richtigen und relevanten Informationen auszuwählen und diese sachlogisch korrekt zu reduzieren. Ferner müssen die gewonnenen Informationen mit bestehendem eigenen Wissen verknüpft und vor allen Dingen an andere weitergegeben werden. Darin besteht eine der Hauptleistungen bei der Referatsvorbereitungen. Jeder kann mit seinem Notebook, dem Pocket-PC oder dem Handy etwas über die Mona Lisa nachlesen oder die Lebensdaten eines Künstlers nachschlagen. In der Regel wird er diese Daten jedoch schnell wieder vergessen. Wird ihm allerdings das Leben und die Arbeit dieses Künstlers in einem spannenden Vortrag auf interessante Weise dargeboten, behält er sie viel leichter. Genau da setzt dein Referat an!! Von Menschen direkt vermitteltes Wissen, Gesehenes und Gehörtes können wir uns in der Regel viel leichter merken, als das, was man irgendwann einmal gelesen hat. Herausforderung 2 - Quellen richtig einschätzen Die neuen Medien erlauben jedoch nicht nur den problemlosen Informationszugriff, sondern sie begünstigen auch die Entstehung von Informationsmüll! Jeder des Lesens und Schreibens mächtige Mensch kann seine persönliche Weltsicht und beliebige Falschinformationen in Sekundenschnelle im Internet publizieren. Sie werden damit einem Milliardenpublikum zugänglich. Aus diesem Grund ist die Bewertung einer Quelle von essentieller Bedeutung. Du musst richtig einschätzen können, ob die gefundenen Informationen von "offizieller Seite" stammen oder nur die unmaßgebliche Privatmeinung eines Internetnutzers darstellen. Doch das ist im weltweiten Netz gar nicht so einfach. Denn erstens existiert keine zentrale Kontrollinstanz, welche die Veröffentlichungen von Webinhalten überwacht. Und zweitens sind unseriöse oder unrichtige Informationen ohne vertiefte Fachkenntnis oft nicht zu erkennen. Konkret bedeutet das für dich: Bei der Recherche zu einem unbekannten Thema niemals ausschließlich auf Internetquellen verlassen! Vorab solltest du dich grundsätzlich mit einem so genannten Offline-Medium (Buch, Zeitung, CD-ROM) grob über das Themengebiet informieren und ggf. die dort genannten Internetquellen bevorzugen! Anschließend fällt es dir deutlich leichter zu beurteilen, ob ein Artikel bei Wikipedia & Co von einem Kunstbanause oder einem Kunstprofi verfasst wurde.
© Frank Kretschmann, Hameln. 2004-2008 |