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Hinweise und Hilfen zur Vorbereitung

 Mona Lisa & Co ODER „Wann war eigentlich was in der Kunst?“

Vorbereitung von Referaten

 Keinen Dunst von Kunst? Damit wir bei berühmten Kunstwerken nicht weiter im Trüben fischen, wollen wir uns in der Klasse mittels Referaten einen Überblick über die kunstgeschichtliche Entwicklung der letzten Jahrhunderte (Epochenüberblick) verschaffen. Auf diese Weise tappt garantiert keiner mehr im Dunkeln!

 

Schritt 1 – Recherche

Informiere dich zunächst überblicksartig über die Zeit bzw. Epoche, indem du entsprechende Artikel aus einem Lexikon durcharbeitest. Dabei wirst du bereits auf Künstlernamen, Lebensdaten und exemplarische Bilder stoßen. 

Suche anschließend in der Stadtbibliothek und dem Internet gezielt nach Informationen. Ziehe Fachliteratur zur Rate. Gut eignen sich Bildbände zur Epoche (z.B. Malerei der Renaissance) oder zum Werk einzelner Künstler. Diese solltest du „querlesen“, um noch mehr Überblick zu erhalten. Notizen nicht vergessen.

 

Schritt 2 – Exzerpte

 Nun wählst du Künstler und Werke zur Vorstellung aus, die dich interessieren bzw. die dir geeignet erscheinen. Schreibe aus den gelesenen Texten stichpunktartig Wichtiges zu Werken, Künstlern oder zum historischen Hintergrund heraus.

Tipp: Gezielt Texte auswählen, in denen einzelne Kunstwerke besprochen werden.

 

Schritt 3 – Konzept des Referats

Entscheide nun, wie du dein Referat aufbauen möchtest. Dafür gibt es sehr viele Möglichkeiten. In der Regel wirst du Schwerpunkte setzen müssen, z.B.:

a.)   Vorstellen und Erläutern eines typischen Kunstwerkes mit Bezug zur Epoche

b.)   Vortrag über das Wirken eines Künstlers, Vorstellung seines Oeuvres

c.)    Präsentation und Besprechung einiger exemplarischer Werke der Zeit

d.)   Historischer Hintergrund, der für die Kunst der Zeit wichtig erscheint

(weitere Möglichkeiten mit der Lehrkraft besprechen)

 

Schritt 4 – Aufbereitung und Gliederung der Informationen

Nachdem dein Konzept für den Vortrag als „Gerüst“ steht, prüfst du, welche der erarbeiteten Informationen zwingend notwendig sind und was man weglassen kann.

Tipp: Weniger ist oft mehr! Behalte im Auge, dass die anderen Schüler keine Experten in diesem Wissensgebiet sind. Dein Referat hat einführenden Charakter!

 

Tipp 1: Bilder zeigen

Am besten gehst du während des Referates direkt von Bildern aus bzw. arbeitest an ihnen. Das hört sich viel schwerer an, als es in Wirklichkeit ist.

Willst du z.B. vermitteln, dass in der Renaissance erstmals intensiv mit der Linearperspektive gearbeitet wurde, so kannst du das natürlich "stur vor der Klasse herunterbeten". Allerdings wird es sich dann niemand merken können...

Günstiger ist ein solches Vorgehen. Du zeigst zuerst ein Bild z.B. aus der Zeit des Mittelalters, also vor der Renaissance, in der die Zentralperspektive (bzw. Linearperspektive) noch nicht angewendet wurde. Nun lässt du deine Zuhörer die Wirkung des Bildes kurz beschreiben. Falls niemand diesen Aspekt von sich aus anspricht, konzentrierst du einfach selbst die Aufmerksamkeit darauf: Beschreibt die räumliche Wirkung des Bildes! Schnell werden deine Zuhörer die geringe Räumlichkeit anmerken.

Nun zeigst du ein Gemälde aus der Renaissance mit Anwendung der Linearperspektive und stellst dieselbe Frage noch einmal. Hier ist die räumliche Wirkung unverkennbar...

 

 

 

 

 

 

 

     ohne Linearperspektive                                 mit Anwendung der Linearperspektive

Nun weist du darauf hin, dass diese Perspektivanwendung eine wesentliche Errungenschaft der Renaissance ist. Außerdem kannst du noch Einzelheiten dieser Perspektive wie z.B. Fluchtpunkt oder Tiefenlinien erklären.

 

 

 

 

 

 

 

Auf diese Weise erarbeitest du den Inhalt Stück für Stück mit deinen Zuhörern und sie können ihn sich viel besser merken, als wenn du ihn einfach nur vorträgst...

Grundregel: Zu wichtigen Aspekten deines Referats grundsätzlich ein Bild bereit halten. Dies dient nicht nur der Veranschaulichung, sondern ist auch aus lernpsychologischer Sicht günstig: Gesehenes können sich viele Menschen besser merken als Gehörtes!

 

Schritt 5 – Vortrag und Handout 

Für dein Referat gelten die dir bekannten „Standards“: freies, deutliches Sprechen, offene Haltung, Blickkontakt, gegliedertes Vorgehen etc.

Dein Vortrag ist medial zu unterstützen, d.h. Bildbeispiele projizierst du mittels Folie, Dia oder Beamer und zentrale Informationen verteilst als Handout (DIN A4). Das Handout sollte nicht nur Texte, sondern auch Bildmaterial enthalten.

Anmerkung: Den Vortrag „interaktiv“ gestalten, d.h. die Zuhörer mit einbinden, z.B. durch Rückfragen oder die Möglichkeit, sich zur Wirkung von Kunstwerken zu äußern.

Tipp 2: Zuhörer aktiv werden lassen!

Während des Referates müssen die Zuhörer "aktiviert" und mit in das Geschehen eingebunden werden, und zwar ähnlich wie in dem Beispiel oben benannt. Sie können sich zu Bildern äußern, kleine Aufgaben zu dem Thema bearbeiten und und und... Lass dir etwas einfallen! Zuhören kann ganz schön müde machen! Eine kleine "Einlage" dieser Art sichert dir wieder Aufmerksamkeit!

Anmerkung: Du bist Experte auf deinem Gebiet und solltest Fragen deiner Mitschüler kompetent beantworten können. Dein Wissen aus Schritt 1 und 2 hilft dir dabei.

 

Bei allen Texten und Bildern auf dem Handout sind die Quellen zu kennzeichnen!

 

 

Handouts zur Vervielfältigung im Klassensatz und digitale Bilddaten bitte hier übermitteln

© Frank Kretschmann, Hameln. 2004-2009