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Fachunterricht Deutsch in der Klasse 9e (Hr. Kretschmann)

- Unterrichtseinheit Sprachwandel -

 

Rückmeldung zur eigenständigen Erarbeitung und Präsentation

- Bereich Werbesprache -

 

Eure Präsentation zeigt in den Einzelfolien ein erkennbares Bemühen, sich an den im Unterricht gebildeten Untersuchungsfragen zu orientieren. Diese Struktur ist für die Zuhörer allerdings schwer zu erkennen, da die Überschriften stark verkürzt dargestellt werden.

 

Zu Beginn bemüht ihr euch, das Interesse der Zuhörer mit der Besprechung der Ford-Werbung zu gewinnen. Dies gelingt allerdings nur teilweise, weil hier die Entwicklung von dem entsprechenden deutschen zum englischen Slogan („besser ankommen“ à „feel the difference“) mangels Erläuterung nicht klar wird.

 

Euer Vortrag orientiert sich an den selbst gebildeten Überschriften. Die Einzelergebnisse erscheinen insgesamt allerdings eher oberflächlich und undifferenziert. Sie werden im Vortrag nur wenig erläutert. Äußerst positiv ist hervorzuheben, dass ihr den allmählichen Rückgang der Anglizismenverwendung in der Werbesprache darstellt. Anfängliche Verständnisschwierigkeiten in der Klasse beseitigt ihr souverän; dies ist auch auf die gut gewählten Beispiele (McDonalds, Douglas etc.) zurückzuführen.

 

Auch das Nachgespräch zu eurer Präsentation moderiert ihr in lebhafter Weise. Dabei hätte allerdings im gemeinsamen Nachdenken über die Übersetzungsmöglichkeiten einiger Slogans noch mehr Tiefe erkennbar sein können. Die Problematik, dass viele Slogans von den Konsumenten auf Englisch nicht verstanden werden, sprecht ihr erst auf Nachfrage an.

 

Auch zieht ihr zum Schluss kein eigenständiges Fazit zur Frage von Sprachwandel oder Sprachverfall. Verbesserungsmöglichkeiten bestehen ferner hinsichtlich der Kennzeichnung von Quellen.

  

Eine solide Leistung!

© Frank Kretschmann, Hameln. 2004-2008.